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Hof Klingenberg als Kulturhof für jung und alt
Mit dem Vorhaben wird der Hof Klingenberg durch bauliche Veränderungen und Ausstattung mit den notwendigen Gegenständen als Kulturhof für Kinder, Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren ausgebaut. So wird die langjährige mobile Kulturarbeit der Hofgemeinschaft Klingenberg als fester Ort für kulturelle Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Herkunft ausgebaut. Nach Durchführung der Baumaßnahmen werden zirkuspädagogische Projekte und weitere kulturelle Veranstaltungen organisiert. Ab August 2019 werden einmal im Monat Film- oder Themenabende veranstaltet. Darüber hinaus werden kleine Kunstausstellungen, Gastspiele, Zeltsingen, Familienzirkus, Vormittagsveranstaltungen für Kindergärten, ein Kulturcafé sowie verschiedene Workshops und kulturelle Begegnungen veranstaltet.
Baukultur der Dörfer als Standortfaktor ländlicher Entwicklung
Ziel dieses Projektes ist es, Einzelaktivitäten zur Baukultur in Dörfern zusammenzuführen und herauszuarbeiten, wie Baukultur als Standortfaktor für die ländliche Entwicklung genutzt werden kann. Dies geschieht auf der Grundlage von Recherchearbeiten z.B. von Bestpractice-Beispielen, einer Fachtagung und eines Expertenworkshops. Die Ergebnisse werden in einem praxisorientieren Leitfaden veröffentlicht und dienen zum Aufbau eines bundesweiten und nachhaltigen Netzwerkes baukulturell interessierter Dörfer unter Einbeziehung bestehender Initiativen als auch neuer, interessierter Partner. Durch direkte Kontakte, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit wird zudem das Bewusstsein der Dorfbevölkerung für die eigenen Potentiale geschaffen bzw. gestärkt. Im Rahmen des Vorhabens wird außerdem eine langfristige Perspektive für die Zusammenarbeit im Ländlichen Raum hinsichtlich Baukultur, Kulturlandschaft und Tourismus erarbeitet. Auf diese Weise wird ein Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr geleistet und die langfristige, europäische Zusammenarbeit mit den Partnern in den europäischen Netzwerken und weiteren Institutionen gefördert.
Kohlenhandlung |Wiederaufbau eines ländlichen Kohlenhändlers im Freiluftmuseum Bahnhof Seebrugg
Durch das Vorhaben wird ein historischer, ländlicher Kohlehändler auf dem Gelände des Freiluftmuseums Bahnhof Seebrugg wiederaufgebaut. Kohlehändler gehörten zur Zeit der Dampflokomotiven wie selbstverständlich zu größeren Bahnhöfen dazu und versorgten nicht nur die Eisenbahn, sondern auch die lokale Bevölkerung mit dem benötigten Brennstoff. Mit dem Verschwinden der Dampflokomotiven im Zuge des industriellen und gesellschaftlichen Wandels in der Nachkriegszeit ist ihr Anblick in Vergessenheit geraten. Das entstehende Gebäude wird den Erfordernissen des Museums entsprechend gestaltet. So werden neben dem Büro und den Arbeitsräumen des Kohlehändlers auch einen Ausstellungsraum realisiert, welcher die historische Sammlung an Fahrzeugen und Gerätschaften der ehemaligen Kohle und Brennstoffhandlung Zweigle beherbergt. Ziel dieser Sammlung ist es, Besucherinnen und Besuchern den Wandel der Energieträger anschaulich zu präsentieren. Vielen, besonders jungen Menschen, ist nicht bewusst, dass 'Eierkohlen' und 'Union Brikettes' einst gängige Medien zum Wärmen der Stuben und zum Befeuern der Züge waren. Darüber hinaus wird anhand des Kohlehändlers die Entwicklung der offenen Güterwagen dargestellt. Dabei beschränken sich die Museumsmacherinnen und Museumsmacher sich nicht auf technische Details, sondern arbeiten auch die Auswirkungen von Vollbeschäftigung, Arbeitskräftemangel und steigenden Lohnkosten in der Nachkriegszeit heraus, da diese sich direkt auf die Konstruktion und die Nutzung der Wagen sowie die jeweiligen Umschlagtechniken auswirkten.
"ZEIT2020 – Mit dem Musiktheaterbus durch den Odenwaldkreis"
Das Vorhaben setzt sich anhand eines gesellschaftspolitisch relevanten Themas – der Auseinandersetzung mit Vorurteilen gegenüber Menschen, die abseits heteronormativer Normen leben – mit einer nachhaltigen Vernetzung verschiedener Kulturakteure im Odenwaldkreis auseinander. Neben interessierten Amateurtheaterdarstellerinnen und -darstellern werden möglichst viele Menschen im Odenwaldkreis eingeladen, in unterschiedlichen Gewerken des Theaters mitzuarbeiten und sich über eine längere Zeit mit diesem Thema auseinander zu setzen. Es wird ein Chor und eine Tanzgruppe ins Leben gerufen und Workshops zu den Themen Kostüm- und Bühnenbild sowie szenisches Schreiben angeboten. Die entwickelten, künstlerischen Darbietungen aller Beteiligten werden dann an mehreren Probenwochenenden zusammengefügt. Zum Abschluss des Projektes wird im Sommer 2020 eine aufwändige Freilichttheaterinszenierung veranstaltet, die sowohl in das Stadtbild von Michelstadt, als auch in dessen Umgebung integriert wird. Dabei werden die Zuschauenden vorab mit auf eine Bustour durch den Odenwaldkreis genommen, bei der unterschiedliche Orte der Region prominent durch die Theaterschaffenden in Szene gesetzt werden. Die Tour endet im historischen Kellereihof in Michelstadt, wo alle Akteurinnen und Akteure die Gäste mit einem großen Musical in Empfang nehmen. Das Projekt verankert 'Theater' als wichtigen Teil der kulturellen Bildung in einer ländlichen Region und gibt den Startschuss für weitere Vorhaben, die aus der Initialzündung durch dieses Projekt entstehen können.
"Buschfunk Bäckerwagen - Nordwestuckermark macht DorfKULTUR"
'Buschfunk Bäckerwagen - Nordwestuckermark macht DorfKULTUR' ist ein zweijähriges Projekt zur kulturellen Teilhabe der Bevölkerung in der Großgemeinde Nordwestuckermark im brandenburgischen Landkreis Uckermark. Eine Gemeinde mit 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die sich auf mehr als 35 Dörfer verteilt. Es werden im Projektzeitraum in 20 bis 25 Dörfern der Gemeinde künstlerische Aktionen unterschiedlicher Art (Impulse, Workshops, Kunstwerkstätten, Inszenierungen, Lesungen, Improvisationen, Performance, Installationen etc.) aus verschiedenen kulturellen Bereichen (z.B. Theater, bildende Kunst, Medienkunst, Literatur, Musik) durchgeführt. Dabei werden unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, die sonst im Alltag wenige Berührungspunkte haben, zusammengebracht und werden gemeinsam künstlerisch-kulturell aktiv. Dabei ermitteln die Künstlerinnen und Künstler die Geschichten und Themen der Bevölkerung und bringen diese dann mithilfe künstlerischer Impulse in einen gemeinsamen Dialog, um durch diesen Prozess einen Diskurs über das (Zusammen)Leben auf dem Land, verschiedene (Alltags)Kulturen, Migration, Identitäten oder sich veränderte Dorfstrukturen anzustoßen. Alle Projektphasen und der gesamte Prozess zielen darauf ab, Strukturen des Austauschs, der kulturellen Teilhabe und der Selbstbefähigung der lokalen Bevölkerung der Gemeinde Nordwestuckermark zu stärken und zu erreichen, dass Kultur zur Normalität in jedem noch so kleinen Ort gehört.
VHZH | Gespielte Stadtgeschichte von Hettstedt und Teutschenthal
'Aus Vergangenheit die Zukunft gestalten' - unter diesem Motto erkundet das Projekt die Historie der Orte Teutschenthal und Hettstedt und stellt dies in zwei Theateraufführungen anhand ausgewählter Epochen dar. Dabei stehen die beiden Spielorte stets im engen Austausch, erarbeiten die Stücke gemeinsam und präsentieren die Ergebnisse in Form wechselseitiger Gastspiele. In das Vorhaben werden vorhandene, kulturelle Akteure und Strukturen sowie generationsübergreifende Arbeit als wesentlicher Bestandteil mit einbezogen. Ortsansässige aller Altersgruppen werden zu Teilnehmenden des Projekts und werden so nicht nur zu sich selbst, zu ihrem inneren, menschlichen Wesen geführt, sondern entwickeln infolgedessen auch eine Verbundenheit zu ihrer Heimat. Ziel ist es, sich auf die Suche nach Stadt-Geschichte(n) oder Gemeinde-Geschichte(n) zu begeben und Bilder für die Zukunft zu bauen. Zum Ende des Projektes ist geplant die Erfahrungen und Eindrücke in zwei Theateraufführungen und zwei Sammelbänden für die Öffentlichkeit aufzubereiten.
FANHX | Errichtung eines Kultur- und Begegnungszentrums in Gedenken an die Kriegsfotografin Anja Niedringhaus
Getragen vom Engagement des Vereins 'Forum Anja Niedringhaus - Verein für journalistische und künstlerische Fotografie e.V.' werden in einem 400 Jahre alten Fachwerkgebäude ein Kultur- und Begegnungsort für zeitgenössische Fotografie eingerichtet, um an Leben und Werk der deutschen Fotojournalistin Anja Niedringhaus zu erinnern, die in Ausübung ihres Berufs am 4. April 2014 in Afghanistan bei einem Attentat getötet wurde. Seit 2015 wird jährlich der nach ihr benannte Anja-Niedringhaus-Preis für mutige Fotojournalistinnen vergeben, deren Fotos künftig auch im Forum Anja Niedringhaus gezeigt werden. Ziel des Projekts ist es, das museumsdidaktische Konzept, die Innenraumgestaltung und museale Einrichtung zu planen und umzusetzen und einen überregional aussagekräftigen Kulturort für Fotografie entstehen zu lassen. Das Vorhaben wird als modellhaft für die Erschließung eines neuartigen Kulturangebots im ländlichen Raum angesehen, das an zeitgenössische, mediale Kunstformen und global vernetzte Themen wie Konflikt, Flucht, Vertreibung und Pressefreiheit anknüpft und zudem hochaktuelle Fragen der Medienkritik und Medienreflexion aufgreift. Es verbindet außerdem kulturhistorische Wertigkeiten mit moderner Museumskultur und -präsentation.
LANDkulturTHEATER – ein Projekt der kulturellen Zusammenarbeit
Unter der Leitung professioneller Künstlerinnen und Künstler des Ensembles des Hottheaters Bergkirchen werden Jugendliche und Erwachsene in wöchentlich stattfindenden Kursen und Workshops zu kreativer Beschäftigung mit Schauspiel, Tanz, Musik und Bildender Kunst angeregt. In dem Projekt wird außerdem eine Theaterwerkstatt gegründet, die im ersten Projektjahr zwei Kurse anbietet: 'Jugendclub Theater' und 'Theater der Generationen'. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Kurse beteiligen sich an der Inszenierung des Musikalischen Theatersommers 2019 und 2020. Daneben wird ein kleines Theaterorchester mit Musikerinnen und Musikern aus der Region und einen Theaterchor aufgebaut, welche sich ebenfalls im Rahmen der Inszenierungen des Theatersommers beteiligt. Übergeordnetes Ziel des Projektes ist die Etablierung des musikalischen Theatersommers zu einem regionalen und überregionalen Anziehungspunkt für kulturell interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer. Er wird neue Interessenten in allen Altersgruppen der Bevölkerung ansprechen. Parallel dazu wird die kreative Zusammenarbeit von Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden in der Region erweitert. Im Ergebnis entstehen neue Kreativprojekte für und mit der Bevölkerung.
Dokumentationszentrum zu "Familiengeschichten - Jüdisches Leben" in Colmberg
Im Dokumentationszentrum 'Familiengeschichten – Jüdisches Leben in Colmberg' werden die Lebensbedingungen des mittelfränkischen Landjudentums seit dem Dreißigjährigen Krieg exemplarisch anhand von Familiengeschichten wie beispielsweise die der Vorfahren von Billy Joel oder Arno Hamburger erzählt. Das Dokumentationszentrum wird sich im Gebäude der örtlichen VR-Bank befinden. Das von einer Historikerin erstellte Grobkonzept sieht die Realisierung eines Inforaums mit 'Hörbar' und 'Stammbaum-Kino' vor. Die Gestaltung des Dokumentationszentrums wird flexibel gehandhabt, sodass der Raum auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Ein Stadtplan mit Hinweisen zu Lage und Aussehen der Synagoge sowie den Häusern der jüdischen Familien lädt zu einem Spaziergang durch Colmberg ein.
kuhoka | Kulturhof Kalbe – ein Ort der kulturellen Begegnung
Mit dem Umbau und der Sanierung des Kulturhofes wird in Kalbe ein Ort der generationenübergreifenden, internationalen und kulturellen Begegnung geschaffen. Mit verschiedensten Angeboten bietet er Menschen jeden Alters und jeder Nationalität eine Möglichkeit des kulturellen Ausdrucks und Austausches. Von hier aus strahlt kulturelles Leben in die gesamte Stadt und Region hinaus. Dies macht Kalbe lebenswerter und den Standort attraktiver sowohl für die jetzt hier Lebenden als auch für Menschen, die einen lebendigen Ort im ländlichen Raum zum Leben und sich Heimisch-fühlen suchen. Gezielt werden die Angebote niedrigschwellig gehalten, damit sich die gesamte Bevölkerung eingeladen fühlt, den Kulturhof zu nutzen - sei es in Richtung des Kulturkonsums oder die der Kulturproduktion. Im Vorderhaus finden Workshops und Seminare mit kleinen Gruppen statt, die dort entstehenden Wohnungen dienen aber auch der Unterbringung von Zielgruppen, die ohne diese keine Angebote nutzen könnten. Hier werden Ausstellungs- und Veranstaltungsräume sowie eine Stipendiatenwohnung untergebracht. Kindern und Jugendlichen wird es so möglich, im ländlichen Raum an kulturellen Workshops teilzunehmen. Nationale und internationale Akteure im Kultur- und Kunstbereich erhalten die Möglichkeit, Kalbe zu entdecken und sich in die soziale Struktur der Künstlerstadt einzubringen.