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Theaterspektakel "SpökenFeste"
Das Projekt 'SpökenFeste' bringt ein Theaterstück zur alten Sage 'Der spukende Gefängniswärter zwischen Neuburg und Steinhausen' mit Laienschauspielerinnen und Laienschauspielern aus Neuenburg und der Region zur 800 Jahrfeier der Gemeinde auf die Bühne. Im Verlauf des Vorhabens werden in einem ersten Schritt Darstellerinnen und Darsteller angeworben und mit diesen dann gemeinsam Drehbuch, Spielideen und Bühnenbild für das zu inszenierende Theaterstück entwickelt. Zum Abschluss des Projektes wird das entstandene Theaterstück zur 800 Jahrfeier an historischer Stätte aufgeführt. Das Theaterprojekt fördert das Miteinander, auch zwischen verschiedenen Generationen und erhöht die touristische Attraktivität und Bekanntheit des Ortes. Im Nachgang des Projektes wird es eine Auswertung geben, in die unter anderem das Feedback aller Mitwirkenden einfließt. Zudem ist vorgesehen, das Theaterprojekt mit der formierten Laienschauspielgruppe fortzuführen und weitere Stücke aufzuführen.
HGBH | Renovierung des Hermann-Bonnus-Geburtshauses und Einrichtung eines Lern- und Bildungsortes
Mit dem Vorhaben wird das Geburtshaus von Hermann von Bonnus renoviert, eines bedeutenden Reformators aus dem 16. Jahrhundert, sowie eine museale Erinnerungsstätte und ein religion-pädagogischer Lern- und Bildungsort errichtet an dem am Beispiel miteinander konkurrierender Glaubens- und Moralvorstellungen ein zukunftsorientiertes 'Lernen aus der Geschichte' angestoßen wird. Durch den Fokus auf Reformations- und Konfessionsgeschichte bekommt das komplexe, aber tolerante Zusammenleben von Andersglaubenden eine besondere Aktualität für die multikulturelle, ethnische und religiöse Vielfalt der heutigen Stadtgesellschaft in Quakenbrück. Dieses ist heute ein Brennpunkt der multiethnischen Gesellschaft im kleinstädtisch-ländlichen Raum mit sozialem und religiösem Konfrontationspotential. Der Ansatz, die historische Konfessionsgeschichte, die vom Gegeneinander über das Nebeneinander zum Miteinander geführt hat, als 'Schule der Toleranz' zu verstehen, hat angesichts der Integrationsaufgaben durch die Flüchtlingszuwanderung eine hohe Aktualität und wirkt vorbildhaft für ländliche Kommunen.
"Kyritzer Flimmerstunden" als Einstieg in den gesellschaftlichen Nachhaltigkeitsdiskurs
Ziel des Projekts ist es, den Menschen in und um Kyritz durch Angebote der kulturellen Bildung und der Möglichkeit, selbst künstlerisch aktiv zu werden, eine gesellschaftliche Teilhabe in der Region zu ermöglichen. Zentraler Gegenstand ist die Durchführung von insgesamt 18 Filmabenden in der trägereigenen Umweltbegegnungsstätte (Waldwerkstatt Kyritz). Alle Genres von Naturfilmen, Umweltdokumentationen, Kinder- und Jugendfilmen, Spielfilme sowie Kurz- und Animationsfilme, die im Kontext mit globalen, sozialen und ökonomischen Zukunftsfragen einen Einstieg in den gesellschaftlichen Nachhaltigkeitsdiskurs schaffen, werden Teil des Programms sein. Nicht nur durch die gezeigten Filme, sondern vor allem auch durch themenbezogene Diskussionsrunden wird eine positive Einstellung zum Natur- und Umweltschutz entwickelt. Flankierend werden über ein Jahr hinweg kulturelle Bildungsprojekte in der Sparte 'Film für Kinder und Jugendliche' im Rahmen der Jugendfilmbiennale Kyritz angeboten. Unter Anleitung von freiberuflichen Filmemacherinnen und -machern, aber auch digitalen Kunstschaffenden der Ton- und Bildbearbeitung, der Animation oder im Videoschnitt werden pro Jahr mindestens 5 Kurzfilme entstehen. Im Rahmen der Jugendfilmbiennale Kyritz werden neben diesen gedrehten Filmen, weitere Filmbeiträge, die von Kindern und Jugendlichen in der Region geschaffen wurden, über ein Wochenende lang im Freilichtkino am Untersee gezeigt und von einer Jury bewertet. Die Preisträger werden dann im Rahmen des JIM-Jugendfilmfestival Brandenburg gezeigt.
Theatergeschichten im Museum
Das Vorhaben verbindet die Anwohnerinnen und Anwohner der Region Teltow-Fläming mit dem bereits bestehenden Kulturangebot und vernetzt die verschiedenen, vorhandenen Institutionen, insbesondere die Schulen und Museen, miteinander. In den umliegenden Schulen und Horten werden Theaterworkshops angeboten, die ein von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickeltes, kleines Stück bzw. eine Collage mit dem Thema 'Heimat' bzw. 'meine Region' zum Inhalt haben. Die Stücke entstehen auf Grundlage von Erfahrungen der 'Alten', also jener Einwohnerinnen und Einwohnern, die seit Jahrzenten in den Dörfern leben und deren Geschichte stark von der dörflichen Gemeinschaft geprägt wurde. Es werden mehrere Besuche in den einzelnen Orten durchgeführt, um dort über ansässige Vereine oder auch durch Klingeln an den Haustüren Geschichten und Erlebnisse der Anwohner zu sammeln. Diese so entwickelten Stücke werden dann im Rahmen eines großen Festes in den verschiedenen Museen der Region aufgeführt. Über das gesamte Vorhaben sind die Anwohnerinnen und Anwohnern eingeladen, sich aktiv zu beteiligen und einen Beitrag zu den Theaterstücken und dem abschließenden Fest zu leisten. Ergänzt wird das Projekt durch eine Fotoausstellung, die Eindrücke und den Dialog mit der lokalen Bevölkerung zeigt.
Spinnalto – Ideenspinnerei in ehemaliger Weberei
Das Vorhaben erschafft in einer leerstehenden Halle der ehemaligen Weberei Mainleus in einem kreativen Prozess gemeinsam Kunstwerke. Es steht Material zur Verfügung, dieses ist entweder Müll oder auf dem Wege zur Entsorgung oder es wird nach dem Projekt weiterverwendet. Das Material inspiriert die Mitwirkenden zu ihren Kreationen. Dabei leistet jeder nach seinen oder ihren Talenten einen Beitrag, sei es als Handwerker oder -werkerin, als Kunstschaffende oder als Kommunikations- und Organisationstalent. Auf dem Weg von der Idee bis zur Realisierung werden Menschen zusammenwirken, sich gegenseitig sowie eigene und die Potenziale Anderer kennenlernen und somit ein regionales Netzwerk erschaffen. Um das Vorhaben umzusetzen, wird im ersten Schritt Kontakt zu Kunstschaffenden, Handwerkern und -werkerinnen, Betrieben, Schulen und der Bevölkerung in der Region hergestellt, um für das Vorhaben zu werben. Über mehrere Wochen entstehen durch die Teilnehmenden verschiedene Elemente wie Objekte, Texte, Musik, Bilder und andere darstellende Kunstformen. Diese Elemente werden in verschiedenen Sequenzen in Szene gesetzt und miteinander verbunden, sodass insgesamt ca. fünf bis zehn Sequenzen entstehen, die maximal zehn Minuten andauern und schließlich in einer Aufführung münden. Das gesamte Vorhaben wird außerdem dokumentiert und in einer Ausstellung präsentiert.
"Rainer Winkel Kulturforum" - Vernetzung und Unterstützung der regionalen Kulturszene
Mit diesem Vorhaben entwickelt das 'Rainer Winkel Kulturforum' eine Plattform für regionale Akteurinnen und Akteure der Kulturszene. Die altbairischen Kulturwurzeln, einst zersplittert durch Verwaltungsreformen, ermöglichen einen Brückenschlag zwischen den trennenden Verwaltungsgrenzen hinweg und bilden den Nährboden für eine gelebte, regionale Identität. Ziel des Kulturforums ist die gemeinsame Weiterentwicklung der gewachsenen Kultur dieses Raumes über Dialogplattformen und einen effizienten Kultur-Dienstleister. Über das neue Netzwerk werden Grundlagen von Wissen und die technisch notwendige Ausstattung zur Verfügung gestellt, damit Kultur aus und im 'Rainer Winkel' weiter aktiv gelebt werden kann. Der 'Rainer Winkel' als Region demonstriert damit modellhaft auch für andere Regionen, dass sich Tradition und Moderne gut verbinden lassen und kulturelle Identität grenzüberschreitend gestärkt werden kann.
KulturRaum Steinwald - die Erbendorfer Felsenkeller erwachen
Das Projekt schafft Räume für vielfältige Kunst und Kultur in Kelleranlagen im bayrischen Steinwald. Im Rahmen des Projekts werden diese Keller im Ort Erbendorf saniert. Der größte Keller wird mit Ausstellungs- und Bühnentechnik versehen und als 'KulturRaum' für lokale, gemeindeübergreifende und überregionale Kunst- und Kulturveranstaltungen ausgebaut. Weitere Keller werden für Sonderveranstaltungen, Ausstellungen, zur Demonstration von Lebensmittellagerung oder der Darstellung des Bergbaus dienen. Des Weiteren werden lokal tätige Einzelakteurinnen und Einzelakteure sowie Verbände miteinander vernetzt.
Bildung eines kollektiven Dorf-Gedächtnisses in Melchingen
Ziel des Projektes ist die Bildung eines kollektiven Dorf-Gedächtnisses nach dem Motto 'WIR gestalten GESCHICHTE' mittels Aufzeichnung von ca. 20 Einzelinterviews mit Melchinger Bürgerinnen und Bürgern. Zunächst wird in einem möglichst breiten Bürgerdialog ein Fragenkatalog erstellt. Es folgt die Durchführung der Interviews, die filmisch dokumentiert werden. Die Interviews werden anschließend für die Internetseite des Dorfmuseums aufbereitet und als Zeitzeugnis der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel ist es, die vielfältigen, subjektiven Perspektiven eines kollektiven Alltags-Gedächtnisses in ein kulturelles, bleibendes Gedächtnis zu überführen und auch zukünftige Generationen an der tatsächlichen, gemeinsamen Dorfidentität teilhaben zu lassen. Im Projekt geht es darum, die Unterschiedlichkeiten wahrzunehmen, festzuhalten, zu diskutieren und zu akzeptieren. Die Geschichten sind letztendlich der gemeinsame kulturelle Nährboden. Auf seiner Grundlage kann die Zukunft im ländlichen Raum gestaltet und Geschichte fortgeschrieben werden. Parallel wird ein künstlerischer Dokumentarfilm, basierend auf den Inhalten der Einzelinterviews, erstellt, der nach Abschluss des Projektes als Dauerleihgabe ebenfalls Teil des Dorfmuseums wird. Als Abschluss wird eine interaktive Ausstellung zu den Interviews und Kurzfilmen durchgeführt, deren genaue Ausgestaltung gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelt wird.
"Gardino 2.0 - Digitales Gärtnern"
'Gardino 2.0 – Digitales Gärtnern' ist ein mobiles Projekt der kulturellen Bildung mit den Schwerpunkten Erlebnis- und Medienpädagogik im Land Brandenburg. Ziel ist die Stärkung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum durch kreatives und digitales Gestalten, in Kombination mit Aspekten der Umwelt- und Ernährungsbildung. Einheimische und geflüchtete Kinder und Jugendliche setzen sich hier in Workshops gemeinsam mit den Themen Digitalisierung, Umweltschutz, Ernährung, Kunst und Kultur auseinander. Im Projekt werden kleine Gewächshäuser mit analogen und digitalen Bewässerungssystemen gefertigt sowie Gemüse angebaut. Hierbei werden theoretische und praktische Kenntnisse einer gesunden Ernährung vermittelt. Es werden im Projekt mehrere Workshopreihen mit Kindern im Grundschulalter in verschiedenen Landkreisen von Brandenburg (Barnim, Uckermark, Potsdam-Mittelmark, Dahme-Spreewald und Ostprignitz-Ruppin) durchgeführt. Dazu wurden Kooperationspartner (mehrere Kommunen in den Landkreisen u. a. Templin, Wandlitz, Werder, Zeuthen und Rheinsberg) zur Durchführung der Workshops gewonnen. Insgesamt werden 60 Workshops mit 400 Teilnehmenden durchgeführt. Des Weiteren wird eine eigene Internetpräsenz für das Vorhaben etabliert und ein Handbuch für eine bundesweite Verbreitung erstellt.
KanalDigital | Smart unterwegs auf den Spuren von Günter Grass im Lauenburgischen Land
Günter Grass wurde durch den Zweiten Weltkrieg heimatlos. Seine Geburtsstadt Danzig mussten er und seine Familie nach 1945 verlassen, eine Ersatzheimat fand er im Alter im Lauenburgischen Land am Elbe-Lübeck-Kanal. Die Endmoränenlandschaft in der Nähe von Lübeck erinnerte ihn an Kaschubien im Danziger Hinterland. In einem Haus in Behlendorf lebte Günter Grass fast dreißig Jahre. Der kleine Ort und seine Umgebung fanden Eingang in das literarische und bildkünstlerische Schaffen des international bekannten Nobelpreisträgers. Als Verfechter, der häufig gescholtenen deutschen 'Provinz' wollte, Grass ganz bewusst in Behlendorf begraben werden. Darüber schrieb er sogar in seinem letzten Buch 'Vonne Endlichkait'. Mit Hilfe einer digitalen Tour erfahren Interessierte bei einer Wanderung oder Radtour mehr über Günter Grass. An verschiedenen Punkten in Behlendorf und Umgebung, die mit Günter Grass in enger Beziehung stehen, werden sich die Nutzerinnen und Nutzer mit Hilfe einer App vor Ort über das Leben und Werk des Grafikers, Malers, Bildhauers und Schriftstellers informieren. Ein bekannter Schauspieler führt in einzelnen Videos durch die App. Dieses innovative Angebot richtet sich sowohl an Einheimische als auch an Touristinnen und Touristen, Wanderinnen und Wanderer, Sportlerinnen und Sportler und Geflüchtete. Es hat Modellcharakter, auch für andere Kulturstandorte im ländlichen Raum, an denen deutsche Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Künstlerinnen und Künstler gewirkt haben.