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DICTUM Rescue
In diesem Projekt steht die Entwicklung, Erprobung und Evaluierung einer App im Mittelpunkt, mit der das Rettungsdienstpersonal im ländlichen Raum besser mit nicht-deutschsprechenden Patientinnen und Patienten kommuniziert. Im Ausland einen Unfall zu erleiden oder lebensbedrohlich zu erkranken, ist für viele Menschen ein Albtraum, insbesondere, wenn sie der Landessprache nicht mächtig sind. In dieser Situation sind Jahr für Jahr viele Menschen in Deutschland, die in Notfällen medizinisch behandelt werden müssen. Für Rettungsdienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter ist eine schnelle und valide Ersteinschätzung wichtig, aber in der Regel sind keine Dolmetscherinnen und Dolmetscher vor Ort. Gerade in ländlichen Regionen, in denen im Gegensatz zu urbanen Räumen keine schnelle Erreichbarkeit von Krankenhäusern garantiert ist, ist die Überwindung von Sprachbarrieren umso dringlicher. Behandlungen im Rettungsdienst trotz Sprachbarrieren sicherer zu machen, ist das Ziel des Projektes 'DICTUM-Rescue'. Die App wird gemeinsam mit Rettungskräften in einem Aktionsforschungsansatz entwickelt. Dadurch wird gewährleistet, dass die Intervention die Bedürfnisse der Rettungsdienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie die Komplexität von Rettungsdiensteinsätzen berücksichtigt sind. Die App kann unter www.dictum-rescue.de für iOS bzw. Android heruntergeladen und installiert werden. Sie wird unentgeltlich, langfristig und vollumfänglich zur Verfügung gestellt.
Art on wheels - Rollende Kunstwerkstatt
Im Vorhaben führen Theater- und Medienpädagoginnen und –pädagogen mit Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum kulturelle Projekte durch und gestalten mit ihnen Workshops. Einmal wöchentlich besucht das pädagogische Team der rollenden Kunstwerkstatt Schulen, Jugendeinrichtungen oder Unterkünfte für Geflüchtete und erarbeitet dort, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen, künstlerisch die Besonderheiten und Eigenheiten der Region. Mit dem Projekt wird dem Umstand entgegengewirkt, dass vielen Kindern und Jugendlichen der Zugang zu kulturpädagogischen Angeboten verwehrt bleibt. Neben einem Theaterangebot wird ein Medienworkshop angeboten, in welchem Kurzfilme gedreht werden. Abschluss des Projektes bildet die gemeinsame Erstellung eines Fotobuchs.
Unternehmen und ihre Nachfolge - nix geregelt? Wir helfen! – Betriebsübergabecoach
Mit diesem Projekt wird ein Betriebsübergabecoach als Beratungs- und Begleitungsstelle für die Nachfolgeplanung von Klein- und mittelständischen Unternehmen installiert und erprobt. Dieser wird frühzeitig und aktiv auf betroffene Unternehmer/innen zugehen und ihnen eine individuelle, bedarfsgerechte Begleitung in den einzelnen Phasen des Übergabeprozesses bieten. Er fungiert zudem als Schnittstelle zu den regionalen Wirtschafts- und Beratungsinstitutionen mit ihren jeweiligen Netzwerken und erleichtert dabei auch die Zusammenführung von Betriebsübergeber und Betriebsnachfolger. Außerdem wird im Projekt ein Beraterpool mit Fachpersonen aus der betrieblichen Nachfolgeberatung sowie mit sozialer Expertise eingerichtet, der dem Betriebsübergabecoach ergänzend an die Seite gestellt wird. Dort werden die Erfahrungen verschiedener Berater und Institutionen gebündelt und für das Projekt verfügbar gemacht. Ziel ist es, den Betroffenen zu ermöglichen, ihre Problemlagen mit Fachleuten verschiedener Disziplinen zu besprechen und Hilfen anzunehmen. Dabei wird im Rahmen einer ganzheitlichen Beratung auch den emotionalen Aspekten der Betriebsübergabe ein großer Stellenwert beigemessen. Um das neue Angebot bekannt zu machen, wird u.a. eine Internetplattform eingerichtet, die interaktiv und übersichtlich erste Informationen zu den Dienstleistungen und zum Thema gebündelt präsentiert.
Vom Kommen, Gehen und Bleiben: Wanderungsgeschehen und Wohnstandortentscheidungen
Das Forschungsvorhaben untersucht das aktuelle Binnenwanderungsgeschehens in Deutschland aus der Perspektive ländlicher Räume und befasst sich mit unterschiedlichen Typen von Wohnstandortentscheidungen. Wanderungen innerhalb und zwischen verschiedenen Regionen sowie Regionstypen sind ein wesentlicher Teil des Wanderungsgeschehens. Hierzu analysiert das Projekt auf Basis amtlicher Wanderungsstatistiken das bundesweite Wanderungsgeschehen auf Kreisebene im Zeitraum 2000 bis 2019 unter besonderer Berücksichtigung ländlicher Räume. Daneben untersucht das Projekt auf Befragungsbasis die unterschiedlichen Wohnstandortentscheidungen zugrundliegenden Motive sowie die Vielfalt und Prozesshaftigkeit möglicher Haushaltsentscheidungen für oder gegen ländliche Räume. Mittels Methodentriangulation werden Schlussfolgerungen hinsichtlich der Folgen unterschiedlicher Wanderungs- und Bleibeentscheidungen für ländliche Räume gezogen sowie Handlungsempfehlungen für die verschiedenen Akteure der Raumentwicklung abgeleitet.
Räumliche Mobilität von Arbeitskräften – Analysen für ländliche Räume, Teilprojekt 2
In diesem Forschungsvorhaben wird auf Basis umfangreicher Sekundärdaten, den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die Wanderung von Arbeitskräften in Deutschland genauer untersucht. Der Fokus liegt auf der Mobilität von Arbeitskräften aus ländlichen Räumen im Verlauf ihrer Erwerbsbiografie und den aktuellen Wanderungsbilanzen der ländlichen Regionen. Verschiedene Personenmerkmale wie Alter und Bildungsniveau beeinflussen, wie sich das regionale Arbeitsangebot und Humankapital durch die Binnenwanderung verändert. Zudem wird der Zusammenhang zwischen den Wanderungsbilanzen der Regionen und der Spezialisierung der regionalen Wirtschaft betrachtet. Die Analyse der individuellen Wanderungsentscheidung legt einen Schwerpunkt auf die Abwanderungswahrscheinlichkeit von Arbeitskräften aus ländlichen Räumen und ihre Rückkehrwahrscheinlichkeit. Daneben werden Wanderungsbewegungen zwischen verschiedenen Regionstypen untersucht. Dabei sind sowohl individuelle Merkmale der Personen wie auch Charakteristika der Regionen von Bedeutung. Das Projekt analysiert, wie sich die Bedeutung dieser Faktoren im Verlauf der Erwerbsbiografie verändert. Neben deskriptiven Verfahren wird insbesondere auf mikroökonometrische Methoden zurückgegriffen.
Räumliche Mobilität von Arbeitskräften – Analysen für ländliche Räume, Teilprojekt 1
In diesem Forschungsvorhaben wird auf Basis umfangreicher Sekundärdaten, den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die Wanderung von Arbeitskräften in Deutschland genauer untersucht. Der Fokus liegt auf der Mobilität von Arbeitskräften aus ländlichen Räumen im Verlauf ihrer Erwerbsbiografie und den aktuellen Wanderungsbilanzen der ländlichen Regionen. Verschiedene Personenmerkmale wie Alter und Bildungsniveau beeinflussen, wie sich das regionale Arbeitsangebot und Humankapital durch die Binnenwanderung verändert. Zudem wird der Zusammenhang zwischen den Wanderungsbilanzen der Regionen und der Spezialisierung der regionalen Wirtschaft betrachtet. Die Analyse der individuellen Wanderungsentscheidung legt einen Schwerpunkt auf die Abwanderungswahrscheinlichkeit von Arbeitskräften aus ländlichen Räumen und ihre Rückkehrwahrscheinlichkeit. Daneben werden Wanderungsbewegungen zwischen verschiedenen Regionstypen untersucht. Dabei sind sowohl individuelle Merkmale der Personen wie auch Charakteristika der Regionen von Bedeutung. Das Projekt analysiert, wie sich die Bedeutung dieser Faktoren im Verlauf der Erwerbsbiografie verändert. Neben deskriptiven Verfahren wird insbesondere auf mikroökonometrische Methoden zurückgegriffen.
ZwischenSpielRaum - Kulturelle Zwischennutzung von Leerständen
Das Landestheater Oberpfalz wird – in Zusammenarbeit mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Gemeinderäten und Privatpersonen aus kleinen und kleinsten Kommunen in den Landkreisen der nördlichen Oberpfalz – dreimal innerhalb von 36 Monaten für jeweils einen Zeitraum von etwa 3 bis 6 Monaten einen Leerstand im Ort mit kulturellem Leben füllen. Dieser sogenannte ZwischenSpielRaum wird zum einen als Spielstätte des Landestheaters Oberpfalz Publikum aus angrenzenden Gemeinden anziehen und überregionales Publikum in die Spielstätten und Projektgemeinden holen. Zweitens Bühne sein - für ein Dorftheaterprojekt, das Menschen vor Ort zum Selberspielen und zum Erzählen ihrer eigenen Geschichten ermuntert. Zudem wird der ZwischenSpielRaum lokalen Kulturakteuren als öffentliche Auftrittsmöglichkeit zur Verfügung stehen, um so deren Engagement zu fördern und sichtbarer zu machen. Die für das Projekt anzuschaffende Technik wird nach dem Projektzeitraum nicht in den laufenden Betrieb des Landestheaters Oberpfalz eingegliedert, sondern explizit dazu dienen, das Projekt auch nach dem Förderzeitraum in den Oberpfälzer Gemeinden zu verstetigen. Das Projekt ist in drei Teilprojekte/Teilgemeinden (siehe Projektorte) gegliedert, um die Sichtbarkeit und die Akzeptanz des Projektes zu erhöhen. Außerdem wird Nachbargemeinden dadurch signalisiert, dass auch nach Beendigung des Projektförderzeitraumes eine Zusammenarbeit möglich sein wird.
CoWorking auf dem Land
Coworking (Englisch für: 'zusammen arbeiten') beschreibt eine neue Form des Arbeitens, bei dem sich Menschen – meist Freiberufler und neugeründete Firmen ('Startups') – Räume zum Arbeiten teilen. Diese sparen dadurch nicht nur Kosten, sondern haben auch die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzten und voneinander zu profitieren. Die von Ihnen genutzten Räume, die auch als Coworking-Spaces bezeichnet werden, bieten hierfür eine Grundausstattung an Möbeln und Technik sowie meist auch Besprechungsräume und Teeküchen. Das Projekt unterstützt gründungsinteressierte Menschen durch Beratung sowie Angebote zur Vernetzung mit Betreiberinnen und Betreibern von Coworking-Spaces, solche Räumlichkeiten in ländlichen Regionen im Osten Schleswig-Holsteins aufzubauen. Damit ist der Wunsch verbunden, eine neue Nutzung für leerstehende Gebäude zu finden und neue Impulse in ländliche Regionen zu tragen. Besonders beliebt ist ein zu einem mobilen Coworking-Space umgebauter Container. Dieser wird an immer neuen Orten im Osten Schleswig-Holsteins aufgebaut, um die Menschen für die Idee des Coworking zu begeistern und das Interesse potentieller Betreiber zu wecken. Das Beratungsangebot der im Zuge des Projekts gegründete Genossenschaft 'CoWorkLand eG' wird mittlerweile weit über den Osten Schleswig-Holsteins hinaus auf weitere deutsche Bundesländer bis nach Österreich ausgebaut. Dem Wissenstransfer kommt im BULEplus eine herausragende Rolle zu, daher wird dieses Projekt 2025 dabei unterstützt, die gesammelten Ergebnisse und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in die Breite zu tragen.
Schule in der Scheune
Die Confiserie Felicitas bietet zusätzliche Besucherprogramme besonders für Bildungseinrichtungen und Schulklassen in einem neuen Format an. In der Scheune werden dazu die notwendigen Räume geschaffen, wo zusammen mit regionalen Partnern verschiedene Bildungsprogramme stattfinden können. Dieses 'Klassenzimmer' wird mit moderner Medientechnik und einer Mittmach-Küche ausgestattet und soll für Kurz- als auch Tagesprogramme nutzbar sein. In Zusammenarbeit mit Ernährungsberatern, Köchen und regionalen Lebensmittelproduzenten werden Bildungsangebote mit Schwerpunkt 'regionale und gesunde Ernährung' gestaltet. Zielgruppen sind Bildungseinrichtungen von Grundschulen bis Oberstufenzentren. Den regionalen Kooperationspartnern wird hierdurch eine Präsentationsplattform für Produktpräsentationen, Verkostungen und Verkauf ihrer Produkte geboten.
MoMuSH - Ein digitales Unterrichtskonzept an öffentlichen Musikschulen
Mit dem Projekt wird Menschen in Schleswig-Holstein die Teilhabe an musikalischer Bildung ermöglicht. Durch den Einsatz digitaler Medien in Form von Apps und Musik-Onlineplattformen wird der Musikunterricht sinnvoll und musikpädagogisch unterstützt. Auf diese Weise ist es möglich, den Unterricht flexibler und ortsunabhängig zu gestalten, was gerade im Flächenland Schleswig-Holstein von großer Bedeutung ist. Im Rahmen des Projektes geht es im ersten Schritt bei einer Bedarfsanalyse darum, Potenziale und Chancen zu identifizieren. Ein Expertenteam entwickelt dann auf dieser Grundlage ein Weiterbildungskonzept, welches Musikschulmentorinnen und Musikschulmentoren den richtigen Einsatz von digitalen Medien im Musikunterricht vermittelt. Während der Erprobung un-terrichten 75 Lehrkräfte mit iPads und verwenden Apps, sowohl als Hilfsmittel zum gezielten Üben als auch zum Musizieren. Auf Basis einer quantitativen Datenerhebung, welche die Lehrkräfte und die Musikschülerinnen und –schüler berücksichtigt, wird ermittelt, welche Apps auf welche Art und Weise besonders sinnvoll eingesetzt werden konnten. Anhand dieser Ergebnisse leiten die Initiatorinnen und Initatoren Handlungsempfehlungen ab. Dem Wissenstransfer kommt im BULEplus eine herausragende Rolle zu, daher wird dieses Projekt 2025 dabei unterstützt, die gesammelten Ergebnisse und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in die Breite zu tragen.